Ein Restaurantbesuch bei: Anton kocht

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Letztes Wochenende hatte ich das große Glück mal wieder richtig schön zu essen. Bei Anton kocht.

Hier stimmen die wesentlichen Dinge einfach: Weinberatung,  Essen und Ambiente. Ist in der Berliner Restaurantlandschaft leider nicht so einfach zu finden. 

Dank dem Weinmichel, Vater und Weinlieferant des Küchenhelden Anton, war man zu Gast.  Danke an dieser Stelle lieber Martin!

Aus einer Karte mit zwölf regionalen Bio-Gerichten wie Senfei, Königsberger Klopsen oder Bier-Barsch werden drei ausgewählt. Der Preis pro Nase liegt bei fairen 29 Euro. Köstlich und erschwinglich.

Ist Anton der jüngste Küchenchef und Restaurantbetreiber mit seiner beachtlichen Karriere im Vau und bei Tim Raue mit 22 Jahren?

Mein Respekt an ihn und sein charmantes Team, welches leider nur noch bis Ende des Jahres seine Gäste beglückt. Pop-up halt. Immer diese Trends. Anton soll bleiben!

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Apfelkuchen vom Blech zum Festival of Future Nows

Der Besuch meiner Mutter mit fünf kilo fantastisch schmeckenden Äpfeln aus ihrem oberpfälzischen Garten und den frischesten Eiern von Lieblings-Biohändler Günter traf sich optimal mit meinem Auftrag der Neuen Nationalgalerie zum Festival of Future Nows letztes Wochenende.

Da gab es anlässlich der David Chipperfield Ausstellung – Sticks and Stones kulinarisches von der Kantine vor der Eingangstür: Leckere Brote, Glühwein und diesen Apfelkuchen zum Nachtisch.

Wunderbare Rezepte sind dafür da, das man sie teilt. Conni von Bock und Gardener, die sehr gute Marmelade zaubert, hat mir einst diesen Apfeltraum verraten, welcher seitdem tollen Zuspruch findet. Danke dafür! Lasst hören wie ihr ihn findet.

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FÜR EIN BLECH, ergibt 12-16 Stücke:

Der Teig:

400 g Sahne

120 g Zucker

1 P. Vanillezucker

1/2 Schale einer unbe
handelten Zitrone

5 Bio-Eier

375 Mehl Type 405 ( Vollwertvariante: sehr gut, bei Bedarf 1-2 EL Mehl dazu)

1 Packung Backpulver

Die Füllung:

1,25 kg Äpfel (Boskop, Elstar..)

Zitronensaft

Für den Guss:

200 g Butter

150 g Zucker

8 EL Milch

120 g Mandelblättchen (kann auch durch gehackte Hasel- oder Walnüsse ersetzt werden)

Es geht los:

Ofen an auf 200 Grad Ober-/Unterhitze.

Die Äpfel NICHT schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

Die Sahne mit dem Zucker, Vanillezucker und abegeriebener Zitronenschale vermischen und halb steif schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl und Backpulver vermischen, kurz unterrühren. Äpfel auf den Teig verteilen. Im vorgeheizten Ofen auf der vorletzen Schiene 15 Minute backen.

Während der Kuchen im Ofen ist, Butter, Zucker und Milch aufkochen, Mandeln untermischen. Kuchen nach 15 minütiger Backzeit aus dem Ofen nehmen und Mandelmasse darauf verteilen. Weitere 15 Minuten auf der zweiten Schiene von oben backen.

Auf geht’s – jetzt schmecken die Äpfel grad am allerbesten! „Schöned“ Backen!

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Spätsommerglück: Beerentarte mit Baiser

Da hab ich den August lang die Beerensaison ordentlich verpennt und freu ich mich heute umso mehr, dass ich noch ein paar Johannisberren auf dem Markt entdecken konnte. Diese herrlich leichte Tarte mit fluffigem Baiser ist nichts für ordentliche Süssmäuler – sie ist schön sauer. Ich mag sie sehr!

Inspiriert von GU

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Für den Mürbteig:

250g Mehl

60 g Zucker

1 Prise Salz

1 Ei

125 g kalte Butter

Für den Belag:

500 g rote Johannisbeeren (am besten frische)

6 Eiweiße

200 g Zucker (ich nehm nur 160 g)

1 EL Speisestärke

Braucht 55 Min. Zubereitung: 30 Min Kühlen, 1 Std. 10 Min. Backen. Die Menge reicht für eine 28cm Springform / Tarteform. 

So geht’s:

1) Mürbteig: Mehl mit Zucker, Salz und Ei verarbeiten. Kalte Butter in Flöckchen dazugeben. Zutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, denn die Butter sollte nicht zu weich werden, Teig wird sonst nicht so schön knusprig. In Klarsichtfolie gewickelt 30 Min. kalt stellen. Ich lege ihn statt in eine Folie in ein feuchtes Geschirrtuch, dann lässt er sich später besser weiterverarbeiten. (Danke an Natascha für den Tipp!)

2) Ofen an: 175 Grad (Ober-/Unterhitze).

Form einfetten. Teig ausrollen und ab in die Form. Einen 3cm hohen Rand formen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen, Backpapier rein und mit Hülsenfrüchten beschweren. Im Ofen (unten) 20 Min. vorbacken.

4) Inzwischen die Johannisbeeren waschen, trockentupfen und von den Stielen befreien. Geht schneller mit Hilfe einer Gabel. Eiweiße zu sehr steifem Schnee schlagen, Zucker dazugeben und wetiere 5 Min schlagen. Speisestärke unterrühren. 3 EL Eischneee abnehmen und beiseite stellen. Beeren vorsichtig unter den Rest Eischnee heben.

5) Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, Papier und Hülsefrüchte entfernen. Den Johannisbeer-Eischnee auf den Kuchenboden verteilen. Beiseite gestellten Eischnee am Ende darauf streichen.

Kuchen ca. 50 Min. backen. Evtl. mit Backpapier abdecken, denn das Baiser sollte nur ganz leicht gebräunt sein.

Schönes Backen!

Catering für Grillfest

So, der Sommerurlaub am Meer ist rum. Und es wird Zeit dass wieder was geschafft wird! Der Blog braucht Futter.. und ich komme mit mediterranen Inspirationen zurück.

Ich habe am Wochenende für eine Einschulung die Beilagen zu einem Grillfest zubereitet. Es gab Quiche, mediterrane und fernöstliche Salate und Hummus (libanesischer Kichererbsen-Dip) nach Art meines Vaters. Das gab es bei uns zu Hause sehr regelmäßig. Das Rezept dazu stelle ich Euch heute vor.

Was außer den Kichererbsen noch ins „Mus muss“, darüber streiten sich Libanesen und Palästinenser wohl. Mein Vater und ich sind uns bei der Verwendung der Kichererbsen nicht einig. Er nimmt immer die aus der Dose und meistens sogar schon püriert. Ich dagegen bevorzuge die getrockneten Samen.

Und so pur wie möglich: Die pürierten Kichererbsen mit Olivenöl, Zitrone, Tahini, Peperoni, Knobi, Petersilie, Salz. Fertig!

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Hummus

Zutaten

(Menge ergibt ca. 10-12 Portionen)

1 Packung Kichererbsen getrocknet oder 1 große Dose Kichererbsen

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1-2 Zitronen

1 Bund glatte Petersilie

1/2 frische Peperoni

1-2 TL Tahini

Salz, gutes Olivenöl, Pfeffer

Zubereitung

Kichererbsen über Nacht einweichen. Einweichwasser entsorgen, Kichererbsen nochmal spülen, dann 30-40 Minuten schön weich kochen, abgießen und etwas von dem Kochwasser auffangen. Kichererbsen pürieren (ich mach das Mus nicht zu glatt), nach Bedarf 1-2 EL vom Kochwasser hinzufügen. Wer mag behält ein paar ganze Kichererbsen fürs Topping zurück.

Die halbe Peperoni (je nach Schärfe mit oder ohne Kerne) und Knoblauch fein hacken. Peperoni und Knoblauch mit dem Saft der Zitronen und 1-2 TL Tahini vermengen.

Kichererbsenpüree hinzufügen und gut verrühren. Falls die Masse zu fest ist, etwa 1-2 EL Kochwasser hinzufügen. Die Petersilie fein hacken und hinzufügen. Mit Salz und wenig Pfeffer (die Peperoni hat ihre eigene Schärfe) abschmecken. 2-3 EL Olivenöl hinzufügen.

Fürs Topping/Deko: Einen Schuss Olivenöl und 4-5 Kichererbsen / Petersilienblatt oben drauf.

Hummus abgedeckt für ca. 15-30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.

Ich bin gespannt wie es Euch gefällt und auf Euere Kommentare dazu. Schreibt mir!

Wünsche großen Spass beim Ausprobieren!

 

 

 

Sommerzeit: Tomaten-Flammkuchen

Ich liebe Tomaten und ich warte auf sie. Denn ich esse sie nur im Sommer, wenn man sie in unserer Region kaufen kann.

So habe ich gestern für ein paar liebe Freunde diesen Tomaten-Flammkuchen gemacht. Zur Inspiration hat das Genuß Heft beigetragen. Es war ein perfektes Essen zum Fußballspiel . Zwischendrin immer neue Tartes in den Ofen schieben, damit sie frisch und knusprig sind.

UND : Ganz einfach – Ehrlich!

(Das Foto zeigt die Tarte ungebacken)

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ZUTATEN (ergibt 4 Stück): Weiterlesen

Orientalische Linsensuppe mit Kreuzkümmel

Neulich habe ich mein erstes Catering vollbracht . . . Da diese Suppe so super ankam, möchte ich sie Euch heute vorstellen.

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Inspiriert vom großen Meister der Sterneküche Kolja Kleeberg

Man nehme Rote Linsen, Geschälte Tomaten, Kreukümmel, Weißwein, Chilischote, Zitrone, Gemüse-/oder Geflügelfond und Joghurt.

Für 4-6 Personen:

Rote Linsen (100g) waschen und gut abtropfen lassen. Drei Schalotten, eine Knoblauchzehe und 1 TL Kreuzkümmel (ich habe einen TL Koriandersamen ergänzt) dazugeben und mit Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Das ganze mit 800 g geschälten Tomaten, ruhig aus der Dose, und 200 ml Bio-Geflügelfond (für Vegetarier Gemüsefond) auffüllen. Nun die Suppe mit einer getrockenten, (geht auch frisch) zerstoßenen Chilischote, etwas Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Bei geringer Hitze rund 30 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit 100 g Joghurt (ich bevorzuge Schafsjoghurt) mit etwas Zitronensaft und einer Prise Salz würzen und für die Garnitur zur Seite stellen. Bei Bedarf die Suppe pürieren (ich mag die Suppe unpüriert lieber) und nochmals mit Olivenöl und Zitronensaft abschmecken. Abschließend mit einem Kleks Joghurt verfeinern.

Wenn der Sommer kommt kann man die Suppe auch gekühlt essen.

Happy Cooking!

 

Meine Perle Kroatiens: Kuca Kumena

Ist heute zwar keine kulinarische Entdeckung, aber trotzdem etwas ganz Besonderes!

Gute Freunde haben ein wunderbares Hausprojekt in Kroatien zu Ende gebracht. Das Kuca Kumena. Dieses liebevoll restaurierte Häuschen befindet sich in einem kleinen Fischerdorf in Dalmatien, unweit vom Meer. Wer auf dieser entzückenden Terrasse einen Caffe schlürfen mag  – das Haus kann man mieten! Ach ich würd mich am liebsten gleich dorthin beamen.

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